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Aufmerksam geworden durch dieses Video im Youtube-Channel der Bundesregierung, bei dem man allerdings eher den Eindruck hat, es wirbt für eine Liverollenspiel-Variante diverser Egoshooter, hat sich der Blick auf den Youtube-Channel der Bundeswehr gelohnt. Schon der Header ist spitze. Frau im Palischal neben Mann hinter Maschinengewehr als Stillleben in der oberen linken Ecke. Neben dem vieldiskutierten grammatikalisch absurden Slogan “Wir. Dienen. Deutschland” ist der automatisiert vergebene Seitentitel eine unfreiwillige Reminiszenz an die Jugendsprache: “Kanal von Bundeswehr”. Krass. Oder Anbiederung an die Zielgruppe?

Eine Reihe Videos soll den Alltag beim Arbeitgeber Bundeswehr zeigen, der “Einsatz Kamera Trupp (EKT)” zeigt in Nachrichtenmachart den Einsatz bei Straßensperren im Kosovo oder die Lieferung von Boxer-Fahrzeugen nach Afghanistan inklusive Kurzinterviews mit Soldaten, die berichten, wie wohl sie sich bei der Bundeswehr fühlen. Auch in punkto Geschlechterrollen hätte man es nicht schöner machen können. Die Frauen tauchen außerhalb der Werbefotos in den Filmen sichtbar nur im Film zum Sanitätsdienst auf, die Soldatin redet über die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers. So sieht die Werbestrategie der Bundeswehr aus, nachdem der abgeschaffte Wehrdienst nicht mehr dafür sorgt, dass man zufällig auf den Arbeitgeber Bundeswehr stößt und die auch als Berufsarmee einen breiten Schnitt der Gesellschaft darstellen will.

 

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