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Das unterbewusste Sture an Frau Ypsilanti

Posted in Democracy, Feminism by elisasdottir on November 24, 2008

Die hessischen Wogen haben sich in den vergangenen Tagen im Nirwana zwischen Finanzkrise und Konjunkturstreitereien verlaufen. Die Unfähigkeit vieler JournalistInnen, ihre persönliche Meinung hinter eine ausgewogene Berichterstattung zu stellen und die aufrechten GewissensträgerInnen zu bemitleiden, hat gottseidank abgenommen. Einzig Peter Hahne liess sich auch kürzlich noch herab, im Interview mit dem Berliner Rundfunk den Umgang mit den “Aufrechten” zu beklagen. Schließlich seien darunter auch drei Frauen und mit denen könne man so nicht umspringen.

Das dahinter stehende Verständnis einer Heim-und-Herd-Rolle für schützenswerte Frauen lohnt sich kaum noch zu kommentieren. An mancher Stelle ist eben Hopfen und Malz verloren und ertrunken. Welche Rolle die Geschlechterfrage jedoch in der hessischen Tragödie spielte, ist bislang wenig fundiert hinterfragt worden. Warum ist Andrea Ypsilanti die zweite Frau, bei der die SozialdemokratInnen vermeintliche oder reale Gewissensfragen über die Parteiräson stellten? Und warum haben die umstrittensten Männer die Kurve in der Vergangenheit doch immer noch gekratzt?

Heide Oestreich (taz) hilft Ihnen, die Antwort im Unterbewusstsein zu finden.