»free love« in Jerusalem
Die Jerusalem GayPride hat erneut zu großen Kontroversen zwischen Religiösen und VeranstalterInnen geführt. Die jährliche Pride soll am kommenden Donnerstag unter dem Motto »free love« zum siebten Mal stattfinden. Veranstaltet wird sie von Jerusalem Open House (JOH), dem LGBTQ-Zentrum der Stadt. Die Jerusalemer Pride hatte bereits in den vergangenen jahren zu heftigen Auseinandersetzungen geführt zwischen denjenigen, die die Heiligtümer der Stadt durch den Marsch bedroht sahen.
Obwohl die VeranstalterInnen angekündigt hatten, das Event mit der notwendigen Zurückhaltung durchzuführen, haben verschiedene AkteurInnen versucht, die Pride bereits im Vorfeld gerichtlich zu untersagen. Bislang jedoch ohne Erfolg. Die früheren parallelelen Protestveranstaltungen, vor allem durch Ultraorthodoxe Gruppen organisiert, wurden in diesem Jahr zurück geschraubt. Dem liegt aber keineswegs ein Einsehen zu Grunde, man hat lediglich festgestellt, dass die Proteste der Pride mehr Aufmerksamkeit schenken.
Die im Vorfeld stattfindenden Proteste hinterlassen allerdings einen bitteren Nachgeschmack: Bei einer Protestveranstaltung am vergangenen Montag im Jerusalemer ultraorthodoxen Stadtteil Beit Israel hat Rabbi Moshe Sternbuch gesprochen. YnetNews zitiert ihn wie folgt: »”I asked my rabbi: How were so many righteous men murdered during the Holocaust – because they did not protest. Whoever does not protest is confessing with silence. The lord is testing us in this world and wants to see if we protest. If we don’t, there will be disasters.« Ich habe nie etwas davon gehört, dass die Nazis Menschen umgebracht haben, weil sie sich dezidiert gegen die Rechte von Schwulen und Lesben eingesetzt haben.
Neue Wege
Als große Verfechterin des öffentlichen Personennahverkehrs (und Fernverkehrs) habe ich in den letzten Tagen einige nette Erlebnisse gehabt. Man betreibt ein dichtes und gut benutztes Busnetz im ganzen Land, gleichzeitig gibt es aber so gut wie nirgendwo Informationen dazu, wo welche Linie zu welcher Zeit fährt. Eine interessante Kombination.
Ein Ausflug von Tel Aviv zum Toten Meer kann da zu einem kleinen Abenteuer ausarten. Nach einer ziemlich entspannten Anreise über Jerusalem: Die Linie, die eigentlich fahren sollte ist nicht gekommen, dafür kam eine andere, mit der man eigentlich nicht fahren sollte, sie nun aber doch nehmen konnte. Ein wenig Einsatz für diese Information war aber nötig. Der Fahrer des ersten von drei Bussen, die nebeneinander mit der gleichen Liniennummer standen, fuhr nicht zu unserem Ziel. Der Einweiser des Busbahnhofs Nr. 1 sagte uns ebenfalls, das sei nicht der richtige Bus. Der zweite schickte uns schließlich in den Bus. Alles in allem aber eine recht schnelle Angelegenheit.
Das Tote Meer hat temparaturmäßig nicht überrascht. Es war warm. Gleichzeitig war es angenehm leer am Strand von Ein Bokek, dem Hotelhochburgenmekka am Toten Meer. Die Stadt ist die tiefstgelegene Stadt der Erde (-419NN) und wurde nur zu touristischen Zwecken gebaut. Im Prinzip besteht sie aus Strand, Hotelburgen und einer Shopping Mall. Außerdem liegt der tiefstgelegene McDonald’s der Welt in der Stadt. Nebenan liegen die bereits ausgetrockneten Teile des Toten Meeres.
Die Rückfahrt nach Tel Aviv gestaltet sich eher kompliziert. Mehrere leere Bushaltestellen ohne Aushänge ist nicht unbedingt das, was mitten in der Wüste hilfreich ist. Nachdem zwei unterschiedliche Personen die gleiche Bushaltestelle empfohlen haben und an dieser schon zwei Busse mit nicht näher definierbarem Ziel vorbeigefahren sind, stellt man sich auf eine längere Wartezeit ein. Schließlich erwischt man einen Bus, der zu den »non-direct« Bussen gehört und auf dem Weg durch die Wüste an jeder umgekippten Milchkanne hält. Das verlängert die Fahrt nach Jerusalem mindestens auf das doppelte, verschafft aber interessante Ausblicke in den Negev. Aber es gibt doch sicher auch irgendwo eine Autovermietung?
Females in front – petition
Within the upcoming 12 months, four leading positions in the European Union are vacant. At least one out of those four has to be given to a female, a fresh-new initiative is demanding in its petition campaign. »250 million women in the EU. Not a single one good enough?« is the question of the campaign. What one can clearly state is that this is pretty unlikely.
The European Union has laid their basic principle on gender equality already in the Rome treaty more than 50 years ago. Since then only little has changed regarding the participation of men and women in EU highest decision making. »Time for change« is the answer of the campaign though. The Lisbon treaty enables a »citizens’ initiative«, needing 1 million votes from EU countries inhabitants. The petition is seeking to reach that number on a minimum. So support gender equality in the European union and show at the same time that you care about the EU and take your position as an active citizen!
Reaching the destination

After a long time in Berlin Tegel airport I spent half of my night with TUIfly. Actually, I think I was the only one who has ever taken a plane before among all travelers. How else can you try to pass the security line with all kinds of fluent food, shower cream and detergent? Anyway, the delay was not too big. That was compensated by the queue at the passport control at Ben Gurion airport. However, the airport is worth a visit. The arrival hall contains one of the nicest indoor fountains and you will love the fresh and »water-cooled« air in the hall after the journey through the hallways between the plane and the hall.
My taxi driver wanted to convince me that I should be sad about the German loss in the EuroCup game, but I could not make myself sad. Actually, I successfully escaped from black-rot-golden flags and »Deutschlaaand!« screams. Now I understand what the airport told me: Welcome to Israel!
MacTeX: LaTeX for MacOS
You have to write scientific essays or articles, maybe even with mathematic formulas? You need a program to build proper pdf-documents? You are sick of MSWord formatting errors and misbehavior? LaTeX will be your new friend, if you have some five seconds to make yourself comfortable with a new way of writing texts into a document.
In the past, it was a bit complicated to install LaTeX in a Mac. Especially if you belong to the »click-and-marvel-fraction« who is not familiar with the terminal and unix commands. MacTeX fills this blank and provides a full package of everything you need to make your LaTeX run on MacOS without any trouble.
You can get it for free e.g. via the website of Cologne University.

